Stammtisch der Unabhängigen Garchinger

Haben Sie Lust in ungezwungener Atmosphäre zusammen mit unseren Stadträten und dem Landtagsabgeordneter Nikolaus Kraus über politische Themen zu diskutieren?
Dann besuchen Sie uns am 23.Januar 2019 im Gasthaus Neuwirt.

Das neue Garchinger Feuerwehrhaus

Anfang der 1970-er Jahre entstand am Hüterweg ein neues Feuerwehrgerätehaus. Für die damaligen Anforderungen war es ein sehr gelungenes Haus und zentral gelegen. Die Wehr konnte mit zwei Löschfahrzeugen und einem Mannschaftswagen in Dirnismaning die etwa 30 – 40 Einsätze pro Jahr gut bewältigen.

Anforderungen steigen
Doch die Zeiten änderten sich. Garching wurde zur Stadt, die Bevölkerungszahl hat sich auf rund 18.000 Einwohner verdoppelt mit größeren, moderneren Gewerbegebieten und Forschungseinrichtungen. Die Infrastruktur wie Straßen, Autobahnen und die U-Bahn ist für das Einsatzaufkommen der Feuerwehr ebenfalls wesentlich.
Entsprechend der gestiegenen Gefahrenpotenziale und den verschiedenartigsten Einsätzen stehen den etwa 100 aktiven Feuerwehrdienstleisten heute drei Löschfahrzeuge, drei Spezialfahrzeuge sowie zwei PKW´s und Kleintransporter für Responder und Mannschaftstransporte zur Verfügung. Die Einsatzzahl überschritt im Jahr 2018 bereits im Oktober die Zahl 500!

Neuer Standort
Daher braucht die Feuerwehr Garching ein zukunftsfähiges Haus für die kommenden Jahrzehnte. Am vorhandenen Standort können die neuen Normen hinsichtlich Sicherheit, Geschlechtertrennung etc. nicht mehr erfüllt werden. Die Kapazitäten etwa für Fahrzeuggassen, Lagerflächen, Parkplätze reichen nicht mehr aus – eine Erweiterung ist wegen fehlender städtischer Flächen schlicht nicht möglich.
So suchten Stadt und Feuerwehrführung einen neuen geeigneten Standort, zentrumsnah und mit genügend Platzreserven für die absehbare Zukunft. Der derzeit provisorisch genutzte Poststandort bot sich an, weil die Stadt das Grundstück vor einigen Jahren für eine Gemeinbedarfsnutzung erworben hat.

Nach der Standortfestlegung
Die Stadt schrieb einen Architektenwettbewerb, um den geeignetsten Entwurf wählen zu können.
Nach einer ganztägigen Bewertung der Jury aus Architekten sowie Vertretern von Stadt und Feuerwehr im September gab es einen Siegerentwurf und zwei Zweitplatzierte. Die Jury überprüfte und bewertete an einem zweiten Termin Leistungsfähigkeit, Flexibilität der Planungen und Honorarangebot
der drei Entwürfe. In der Novembersitzung beschloss der Stadtrat mit dem Siegerentwurf des Architekten Bauer aus München in die Detailplanung einzusteigen, weil er
in Erfüllung des Raumprogrammes und mit architektonischen Akzenten, vor allem aber durch das interessante Erscheinungsbild überzeugte.

Der weitere Zeitplan
Bauverwaltung, Architekt und Feuerwehr haben eine spannende Zeit vor sich. Aus dem Grobentwurf muss eine für die Feuerwehr funktionale Anlage entstehen, einschließlich fünf Wohnungen für Bedienstete, die durchdachte Abläufe gewährleistet.
Nach Planung und Genehmigung im kommenden Jahr werden für die Bauphase rund zwei Jahre veranschlagt. Die Zeit drängt für den Einzug in 2022 – denn im Jahre 2023 steht Garching ein großes Fest bevor: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Garching.

Florian Baierl
Stadtrat

Herausforderung: Kinderbetreuung

In den nächsten Jahren fehlen viele Betreuungsplätze – vor allem im Hortbereich
Erschreckende Zahlen über den Mangel an Kinderbetreuungsplätzen in Garching bekamen die Stadträte in der Novembersitzung zu hören: Bereits im nächsten Schuljahr fehlen nach derzeitigem Stand und vorsichtigen Schätzungen fast 40 Plätze im Hortbereich. Vor allem im Schulsprengel West herrscht großer Bedarf. In den Folgejahren wird der Mangel noch größer. Und auch für die Krippenkinder fehlen bei nur leicht steigendem Bedarf vielleicht schon bald zwei Gruppen.
Im Kindergartenbereich kann die Stadt eine 100%ige Versorgung anbieten,
vorausgesetzt der Waldkindergarten kommt.

Anders als im Kindergartenbereich gibt es für Hortkinder (noch) keinen Rechtsanspruch für einen Betreuungsplatz. Die Stadt ist also nicht verpflichtet, im Hortbereich für eine Vollabdeckung zu sorgen. Trotzdem brauchen viele Garchinger Familien dringend einen Hortplatz.

Prognose verpflichtet zum Handeln
Schon länger hatten Mitglieder des Stadtrats die Vorlage einer solchen Prognose gefordert. Da der Bedarf nun bekannt ist, hat der Stadtrat die Verwaltung damit beauftragt, nach Lösungen zu suchen. Viele Vorschläge, dem Mangel kurzfristig zu begegnen, laufen auf die Unterbringung in bestehenden und neu zu errichtenden Containern hinaus. Auch durch die Umwandlung des Kinderclubs im Römerhof in eine Großtagespflege oder die Umwandlung einer Kindergartengruppe im Schulsprengel West in eine Hortgruppe kann kurzfristig Abhilfe geschaffen werden. Mittelfristig steht im Raum, das jetzige Feuerwehrhaus nach dem Auszug der Feuerwehr für die Kinderbetreuung umzubauen und durch Anbauten an der Schule West sowie den Neubau eines Kinderhauses am Hüterweg weitere Plätze zu schaffen.

Forderung der Unabhängigen Garchinger
Die Unabhängigen Garchinger fordern von der Stadt die Vorlage eines „Masterplans Garching 2030“ – im September haben wir diese Forderung auch als Antrag im Stadtrat eingereicht. Eine aufstrebende Kommune wie Garching muss aktiv entwickelt werden und darf den Entwicklungen nicht hinterherhecheln. Deshalb muss jederzeit Klarheit über den Ist-Stand und über künftige Ziele herrschen. Nur wenn wir wissen, wohin wir wollen, werden wir auch den besten dorthin Weg finden. Der Masterplan soll uns durch eine vorausschauende Planung eine sinnvolle Verteilung der Ressourcen ermöglichen.
Ein wichtiger Baustein des Masterplans Garching 2030 ist aus unserer Sicht eine familienfreundliche Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen.

Michaela Theis
Stadträtin und erste Vorsitzende