Wohnen am Saturnring

Die Straßennamen für die Kommunikationszone stehen fest.

Was sich im Weltall ziemlich unwirtlich und schwierig gestalten könnte, ist in Garching bald möglich: Wohnen am Saturnring. In der Februarsitzung hat der Stadtrat die Straßennamen für die Kommunikationszone beschlossen. Unser Sonnensystem stand Pate.

Schon im August entschied der Stadtrat, dass die neuen Straßen nach Planeten oder anderen astronomischen Objekten benannt werden sollen. Grund dafür ist zum einen die Nähe des neuen Stadtviertels zu den Forschungsinstituten wie dem Max Plank Institut für Astronomie und dem Hauptsitz der ESO sowie zum im letzten Jahr neu eröffneten Planetarium ESO Supernova. Zum anderen will man dem Garchinger System treu bleiben, Straßen innerhalb eines Wohngebiets nach einem übergreifenden Thema zu benennen.

Die Stadtverwaltung bat dann auch die ESO im Vorfeld der Sitzung noch um weitere Namensvorschläge aus der Welt der Astronomie. Diese reichten vom Kuipergürtel aus dem die Kometen kommen, bis zur Oortschen Wolke. Schlussendlich war dann aber doch das Sonnensystem mit den bekannteren Planetennamen die erste Wahl von Stadtrat und Verwaltung.

Als Eingangsstraße in die Kommunikationszone erhält die Planstraße 1 (vergleiche Abbildung) die Endung –Straße und wird nach dem Zentralgestirn Sonnenstraße genannt. Daran schließt sich die Planstraße 2 der Saturnring an. Ein passender Name für eine Ringstraße.

Die Planstraßen 3 bis 6 werden auf die Namen Merkur-, Venus-, Mars- und Jupiterweg getauft. Auf Antrag aus dem Stadtrat legte man sich hier auf Planeten fest, die man von der Erde aus mit bloßem Auge erkennen kann und ersetzte den Neptun aus dem Vorschlag der Stadtverwaltung kurzerhand durch den Jupiter.

Auf dem Saturnring in Garching kann man dann auch bald gemütlich spazieren gehen. Die Saturnringe im Weltall bestehen aus einer großen Anzahl von Gesteins- und Eisbrocken und laden dazu ganz und gar nicht ein.

Michaela Theis
1. Vorsitzende und Stadträtin

Auf zur Europawahl am 26. Mai 2019

Die meisten von uns halten die Demokratie für selbstverständlich, in der Praxis ist sie aber durch den zunehmenden Populismus und die starke Lobby von einzelnen Wirtschaftsunternehmen in Gefahr. Für unserer Zukunft in Europa haben wir zahlreiche Handlungsfelder: vom Datenschutz bis zum Artenschutz, vom Klimawandel bis zur Migration. Am Brexit erkennen wir, dass die Stabilität von Europa nicht selbstverständlich ist. Nur wenn wir im Mai zur Europawahl gehen und uns im Vorfeld gut überlegen, wem wir unserer Stimme geben, können wir die Demokratie aktiv mitgestalten. Lasst uns gemeinsam entscheiden in welchem Europa wir in Zukunft leben wollen.
Bei der Europawahl haben Sie eine Stimme für eine Partei, die in Deutschland antritt.
Aus Deutschland ziehen 96 Europaabgeordnete ins Europäische Parlament ein. Insgesamt wird es nach der Europawahl 705 Europaabgeordnete geben.

In Deutschland wird am Sonntag den 26. Mai 2019 gewählt. Sie dürfen in Garching wählen, wenn Sie Deutsche/r oder Bürger/in aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat sind und in Deutschland wohnen. Außerdem müssen Sie mindestens 18 Jahre alt,
länger als 3 Monate in Deutschland oder einem anderen Mitgliedstaat der EU und
im Wählerverzeichnis der Stadt Garching eingetragen sein. Wenn Sie als Deutsche/r mit Hauptwohnsitz in Garching gemeldet sind, sind Sie das in der Regel bereits. Als Bürger/in aus einem anderen EU-Mitgliedstaat müssen Sie die Eintragung bei der Stadt Garching vorher beantragen.

Michaela Theis
1. Vorsitzende und Stadrätin

Schnelles Internet für die Garchinger Schulen

Die Garchinger Schulen werden mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet.
So hat es der Stadtrat in seiner Februarsitzung beschlossen. Auch das Garchinger Gymnasium soll (vorbehaltlich der Zustimmung durch den Zweckverband) damit ausgestattet werden.
Zukünftige Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend globalisierten Welt, die Wahrung der Attraktivität von Schulstandorten und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit in der Bildung für die zukünftige Generation von erfolgreichen Personen des Freistaats sind ein paar Gründe, die in der Sitzungsvorlage aufgeführt wurden.
Dazu brauchen die Schulen natürlich einen leistungsstarken Anschluss an die digitalisierte Welt. Dieser erste Schritt wurde jetzt beschlossen.

Wie geht es weiter?
Von der Grundschule bis zum Gymnasium hat jede Schule ihre eigenen Ansprüche an digitales Lehren und Lernen und muss daher zunächst ein passgenaues Medienkonzept bestehend aus einem Ausstattungsplan, einem Mediencurriculum und einem Fortbildungsplan für die Lehrkräfte erarbeiten.

Chiptuning ab der 1. Klasse?
Das Ausmaß der digitalen Ausstattung kann in den einzelnen Schulstufen durchaus unterschiedlich ausfallen. Es macht wenig Sinn bereits in der Grundschule den Unterricht mit digitalen Hilfsmitteln für die Schüler zu gestalten, wenn diese noch nicht einmal die deutsche Rechtschreibung beherrschen. Digitale Mittel für die Lehrer wie Beamer, Whiteboard oder ähnliches sind natürlich vorstellbar und eigentlich schon lange in der Anwendung. Da muss auch nicht jedes Klassenzimmer über W-Lan verfügen. Interessanter wird diese Frage schon in den weiterführenden Schulen. Dort gibt es zwar Computerräume aber man kann sich durchaus auch einen Unterricht mit Computern oder Tablets in jedem Klassenzimmer vorstellen. Das Erlernen von Office Programmen ist zum Beispiel auch ein wichtiger Meilenstein für den Einstieg in das Berufsleben. Zu kurz kommen darf bei aller Technikfaszination auf keinen Fall das Nachdenken über das eigenen Nutzungsverhalten und die Gefahren, die im Internet auf die Jugendlichen lauern.

Highspeed in der Datenleitung aber der Motor stottert
Wenn alle Schulen zu ihrer Zufriedenheit und nach bestem pädagogischem Anspruch ausgestattet sind bleibt noch die Frage: Wer bringt es den Kindern bei?
Die Ausbildung der jungen Lehrergeneration zielt noch nicht einmal im Ansatz auf diese Art der Ausbildung ab und hinkt dem aktuellen Stand hinterher. Manch einer ist ein „Technikfreak“ und kennt sich mit allen Neuerungen aus. Ein verbindlicher Standard in der Lehrerausbildung ist das Digitale Unterrichten aber noch lange nicht. Das Kultusministerium will diesem Problem mit einer breit angelegten Fortbildungsinitiative in den nächsten Jahren entgegenwirken.
Die Stadt Garching jedenfalls trägt ihren Teil zur digitalen Ausbildung der Garchinger Schülerinnen und Schüler bei.

Harald Grünwald
Stadtrat