Ein neues Stadtviertel

„Wann geht es denn endlich los mit der Kommunikationszone?“ lautet eine in Garching häufig gestellte Frage. Dahinter steht bei vielen das Interesse an einer Immobilie in dem neuen Wohngebiet, das die Lücke zwischen Garching und dem Campus der TU München im Norden schließen wird.
Seit dem städtebaulichen Wettbewerb im Jahr 2012 ist schon einige Zeit vergangen. Nachdem nun alle betroffenen Grundstückseigentümer eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet haben, hat das Projekt deutlich an Fahrt aufgenommen. Bei seinen Sitzungen im November 2016 und März 2017 sowie bei einer Klausurtagung im Januar 2017 setzte sich der Stadtrat intensiv und kritisch mit dem Siegerentwurf des Wettbewerbs auseinander. Schließlich sollen hier in sehr kurzer Zeit unter anderem eine Grundschule, Studentenwohnheime, Ladenflächen, Sportanlagen und vor allem 1250 Wohnungen und Häuser entstehen, die Platz für 2800 Menschen bieten. Um einerseits den Bewohnern des neuen Quartiers eine möglichst hohe und bezahlbare Lebensqualität zu bieten und andererseits einen sinnvollen Übergang zu den bestehenden Quartieren zu finden, gibt es einiges zu bedenken.
Die Fraktion der Unabhängigen Garchinger hat sich dazu mit vielen Ideen eingebracht und den Städteplanern des Münchener Büros „Keller/Damm/Roser“ so einige Hausaufgaben aufgegeben.
Auf einen Antrag des Fraktionsvorsitzenden der UG, Florian Baierl, ist es zurückzuführen, dass der Stadtrat in der Aprilsitzung letztendlich beschlossen hat, den Schrannerweg als wichtigen Rad- und Fußgängerweg in seiner Bedeutung durch eine großzügigen Grünstreifen mit Baumbepflanzung zu stärken und so einen harmonischen Übergang zur bestehenden Bebauung im Westen zu ermöglichen.
In einem weiteren Antrag vom Juni 2017 fordern die Unanbhängigen Garchinger die Stadt Garching dazu auf, eine Konzept für die Kommunikationszone zu entwickeln, das darauf abzielt, generationsübergreifende und genossenschaftliche Wohnprojekte zu fördern und barrierefreies und behindertengerechtes Bauen zu forcieren. Einerseits dient das dazu durch flexible Wohnformen, bezahlbaren Wohnraum für Familien zu schaffen, der sich den sich verändernden Lebensbedingungen anpassen kann. Andererseits können die älteren Mitbürger so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. Die UG fordern darüber hinaus, dass es in dem neuen Quartier eine Begegnungsstätte zur generationsübergreifenden Vernetzung der Bewohner geben soll, auch, um so nachbarschaftliche Unterstützungsstrukturen zu ermöglichen.
In der Sitzung am 23.03. hat der Stadtrat die Freigabe der Entwurfsplanung für das Verfahren zur Aufstellung des Bauleitplans erteilt und somit einen weiteren Schritt auf dem Weg zum neuen Wohngebiet getan.
Es ist anzunehmen, dass die Stadt ein hohes Interesse daran hat, dass es nun zügig vorangeht. Schließlich rechnet sie spätestens im Haushaltsjahr 2019 mit über 16 Millionen Euro Einnahmen aus Grundstücksverkäufen in der Kommunikationszone. Daher lautet meine vorsichtige Prognose, dass wohl eher 2020 die ersten Häuser in der Kommunikationszone (ent-)stehen werden.

Michaela Theis
Stadträtin

Posted in Allgemein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.