Herausforderung: Kinderbetreuung

In den nächsten Jahren fehlen viele Betreuungsplätze – vor allem im Hortbereich
Erschreckende Zahlen über den Mangel an Kinderbetreuungsplätzen in Garching bekamen die Stadträte in der Novembersitzung zu hören: Bereits im nächsten Schuljahr fehlen nach derzeitigem Stand und vorsichtigen Schätzungen fast 40 Plätze im Hortbereich. Vor allem im Schulsprengel West herrscht großer Bedarf. In den Folgejahren wird der Mangel noch größer. Und auch für die Krippenkinder fehlen bei nur leicht steigendem Bedarf vielleicht schon bald zwei Gruppen.
Im Kindergartenbereich kann die Stadt eine 100%ige Versorgung anbieten,
vorausgesetzt der Waldkindergarten kommt.

Anders als im Kindergartenbereich gibt es für Hortkinder (noch) keinen Rechtsanspruch für einen Betreuungsplatz. Die Stadt ist also nicht verpflichtet, im Hortbereich für eine Vollabdeckung zu sorgen. Trotzdem brauchen viele Garchinger Familien dringend einen Hortplatz.

Prognose verpflichtet zum Handeln
Schon länger hatten Mitglieder des Stadtrats die Vorlage einer solchen Prognose gefordert. Da der Bedarf nun bekannt ist, hat der Stadtrat die Verwaltung damit beauftragt, nach Lösungen zu suchen. Viele Vorschläge, dem Mangel kurzfristig zu begegnen, laufen auf die Unterbringung in bestehenden und neu zu errichtenden Containern hinaus. Auch durch die Umwandlung des Kinderclubs im Römerhof in eine Großtagespflege oder die Umwandlung einer Kindergartengruppe im Schulsprengel West in eine Hortgruppe kann kurzfristig Abhilfe geschaffen werden. Mittelfristig steht im Raum, das jetzige Feuerwehrhaus nach dem Auszug der Feuerwehr für die Kinderbetreuung umzubauen und durch Anbauten an der Schule West sowie den Neubau eines Kinderhauses am Hüterweg weitere Plätze zu schaffen.

Forderung der Unabhängigen Garchinger
Die Unabhängigen Garchinger fordern von der Stadt die Vorlage eines „Masterplans Garching 2030“ – im September haben wir diese Forderung auch als Antrag im Stadtrat eingereicht. Eine aufstrebende Kommune wie Garching muss aktiv entwickelt werden und darf den Entwicklungen nicht hinterherhecheln. Deshalb muss jederzeit Klarheit über den Ist-Stand und über künftige Ziele herrschen. Nur wenn wir wissen, wohin wir wollen, werden wir auch den besten dorthin Weg finden. Der Masterplan soll uns durch eine vorausschauende Planung eine sinnvolle Verteilung der Ressourcen ermöglichen.
Ein wichtiger Baustein des Masterplans Garching 2030 ist aus unserer Sicht eine familienfreundliche Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen.

Michaela Theis
Stadträtin und erste Vorsitzende

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