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Stammtisch der Unabhängigen Garchinger

Haben Sie Lust in ungezwungener Atmosphäre zusammen mit unseren Stadträten und dem Landtagsabgeordneter Nikolaus Kraus über politische Themen zu diskutieren?
Dann besuchen Sie uns am 23.Januar 2019 im Gasthaus Neuwirt.

Das neue Garchinger Feuerwehrhaus

Anfang der 1970-er Jahre entstand am Hüterweg ein neues Feuerwehrgerätehaus. Für die damaligen Anforderungen war es ein sehr gelungenes Haus und zentral gelegen. Die Wehr konnte mit zwei Löschfahrzeugen und einem Mannschaftswagen in Dirnismaning die etwa 30 – 40 Einsätze pro Jahr gut bewältigen.

Anforderungen steigen
Doch die Zeiten änderten sich. Garching wurde zur Stadt, die Bevölkerungszahl hat sich auf rund 18.000 Einwohner verdoppelt mit größeren, moderneren Gewerbegebieten und Forschungseinrichtungen. Die Infrastruktur wie Straßen, Autobahnen und die U-Bahn ist für das Einsatzaufkommen der Feuerwehr ebenfalls wesentlich.
Entsprechend der gestiegenen Gefahrenpotenziale und den verschiedenartigsten Einsätzen stehen den etwa 100 aktiven Feuerwehrdienstleisten heute drei Löschfahrzeuge, drei Spezialfahrzeuge sowie zwei PKW´s und Kleintransporter für Responder und Mannschaftstransporte zur Verfügung. Die Einsatzzahl überschritt im Jahr 2018 bereits im Oktober die Zahl 500!

Neuer Standort
Daher braucht die Feuerwehr Garching ein zukunftsfähiges Haus für die kommenden Jahrzehnte. Am vorhandenen Standort können die neuen Normen hinsichtlich Sicherheit, Geschlechtertrennung etc. nicht mehr erfüllt werden. Die Kapazitäten etwa für Fahrzeuggassen, Lagerflächen, Parkplätze reichen nicht mehr aus – eine Erweiterung ist wegen fehlender städtischer Flächen schlicht nicht möglich.
So suchten Stadt und Feuerwehrführung einen neuen geeigneten Standort, zentrumsnah und mit genügend Platzreserven für die absehbare Zukunft. Der derzeit provisorisch genutzte Poststandort bot sich an, weil die Stadt das Grundstück vor einigen Jahren für eine Gemeinbedarfsnutzung erworben hat.

Nach der Standortfestlegung
Die Stadt schrieb einen Architektenwettbewerb, um den geeignetsten Entwurf wählen zu können.
Nach einer ganztägigen Bewertung der Jury aus Architekten sowie Vertretern von Stadt und Feuerwehr im September gab es einen Siegerentwurf und zwei Zweitplatzierte. Die Jury überprüfte und bewertete an einem zweiten Termin Leistungsfähigkeit, Flexibilität der Planungen und Honorarangebot
der drei Entwürfe. In der Novembersitzung beschloss der Stadtrat mit dem Siegerentwurf des Architekten Bauer aus München in die Detailplanung einzusteigen, weil er
in Erfüllung des Raumprogrammes und mit architektonischen Akzenten, vor allem aber durch das interessante Erscheinungsbild überzeugte.

Der weitere Zeitplan
Bauverwaltung, Architekt und Feuerwehr haben eine spannende Zeit vor sich. Aus dem Grobentwurf muss eine für die Feuerwehr funktionale Anlage entstehen, einschließlich fünf Wohnungen für Bedienstete, die durchdachte Abläufe gewährleistet.
Nach Planung und Genehmigung im kommenden Jahr werden für die Bauphase rund zwei Jahre veranschlagt. Die Zeit drängt für den Einzug in 2022 – denn im Jahre 2023 steht Garching ein großes Fest bevor: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Garching.

Florian Baierl
Stadtrat

Herausforderung: Kinderbetreuung

In den nächsten Jahren fehlen viele Betreuungsplätze – vor allem im Hortbereich
Erschreckende Zahlen über den Mangel an Kinderbetreuungsplätzen in Garching bekamen die Stadträte in der Novembersitzung zu hören: Bereits im nächsten Schuljahr fehlen nach derzeitigem Stand und vorsichtigen Schätzungen fast 40 Plätze im Hortbereich. Vor allem im Schulsprengel West herrscht großer Bedarf. In den Folgejahren wird der Mangel noch größer. Und auch für die Krippenkinder fehlen bei nur leicht steigendem Bedarf vielleicht schon bald zwei Gruppen.
Im Kindergartenbereich kann die Stadt eine 100%ige Versorgung anbieten,
vorausgesetzt der Waldkindergarten kommt.

Anders als im Kindergartenbereich gibt es für Hortkinder (noch) keinen Rechtsanspruch für einen Betreuungsplatz. Die Stadt ist also nicht verpflichtet, im Hortbereich für eine Vollabdeckung zu sorgen. Trotzdem brauchen viele Garchinger Familien dringend einen Hortplatz.

Prognose verpflichtet zum Handeln
Schon länger hatten Mitglieder des Stadtrats die Vorlage einer solchen Prognose gefordert. Da der Bedarf nun bekannt ist, hat der Stadtrat die Verwaltung damit beauftragt, nach Lösungen zu suchen. Viele Vorschläge, dem Mangel kurzfristig zu begegnen, laufen auf die Unterbringung in bestehenden und neu zu errichtenden Containern hinaus. Auch durch die Umwandlung des Kinderclubs im Römerhof in eine Großtagespflege oder die Umwandlung einer Kindergartengruppe im Schulsprengel West in eine Hortgruppe kann kurzfristig Abhilfe geschaffen werden. Mittelfristig steht im Raum, das jetzige Feuerwehrhaus nach dem Auszug der Feuerwehr für die Kinderbetreuung umzubauen und durch Anbauten an der Schule West sowie den Neubau eines Kinderhauses am Hüterweg weitere Plätze zu schaffen.

Forderung der Unabhängigen Garchinger
Die Unabhängigen Garchinger fordern von der Stadt die Vorlage eines „Masterplans Garching 2030“ – im September haben wir diese Forderung auch als Antrag im Stadtrat eingereicht. Eine aufstrebende Kommune wie Garching muss aktiv entwickelt werden und darf den Entwicklungen nicht hinterherhecheln. Deshalb muss jederzeit Klarheit über den Ist-Stand und über künftige Ziele herrschen. Nur wenn wir wissen, wohin wir wollen, werden wir auch den besten dorthin Weg finden. Der Masterplan soll uns durch eine vorausschauende Planung eine sinnvolle Verteilung der Ressourcen ermöglichen.
Ein wichtiger Baustein des Masterplans Garching 2030 ist aus unserer Sicht eine familienfreundliche Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen.

Michaela Theis
Stadträtin und erste Vorsitzende

Ein Schwimmbad für Garching

Garching hatte bis vor etwa 15 Jahren eine kleine Schwimmhalle mit einem 14m-Becken in der Schule West. Aufgrund eines Sanierungsstaus und sehr überschaubarer Frequentierung außerhalb der Schulzeiten entschloss sich der Stadtrat damals für die Stilllegung des Schwimmbeckens. In diesem Bereich ist jetzt die Schulmensa. Viele Garchinger lernten in diesem Becken das Schwimmen.
Heute werden Garchinger Schüler mit dem Bus zum Schwimmunterricht in die umliegenden Nachbarkommunen gefahren.
Der Wunsch nach einem eigenen Schwimmbad in Garching ist seit der Schließung sowohl in der Bevölkerung als auch im Stadtrat dennoch nicht erloschen. So hat man sich im Stadtrat auch im Rahmen der Diskussion zum Flächennutzungsplan bzw. zur Flächenaufteilung in der Kommunikationszone dafür entschieden eine Fläche für ein Schwimmbad vorzuhalten, damit zu gegebener Zeit, bei besserer finanzieller Ausstattung der Stadt, die Option bestünde, ein Schwimmbad zu errichten.
Mit der Grobkonzeption der neuen Grundschule Nord kam nun das Thema Lehrschwimmbecken wieder auf die Tagesordnung. Eine Umfrage bei den Bädern in den Nachbarkommunen ergab, dass in Zukunft immer weniger Zeitfenster für Garchinger Schüler zur Verfügung stehen werden. Der Stadtrat entschied, mit einem Lehrschwimmbecken gegen die Entwicklung anzugehen, dass immer weniger Kinder richtig schwimmen lernen. Es gab auch einen Antrag einer Fraktion zur Errichtung eines Bades mit einem Investor, die unter dem Motto „Ein Pool wäre cool“ im letzten Wahlkampf agiert hatte. Laut Aussagen dieser Fraktion sei es ganz einfach ein Schwimmbad für Garching zu bekommen. Man müsse dazu nur mit angeblich interessierten Investoren Gespräche führen.
Für das weitere Vorgehen wurde eine Arbeitsgruppe aus Fraktionsvertretern ins Leben gerufen, die in Arbeitssitzungen im April diesen Jahres in Zusammenarbeit mit Vertretern der Stadtverwaltung und einem geladenen Fachmann für Bädererrichtung und -betrieb das Thema erörterte. Aus den Beratungen ergab sich eine Konzeption die in der Junisitzung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Die Arbeitssitzungen mit dem sehr kompetenten Bäderfachmann waren hierbei konstruktiv. Zunächst wurde in die Materie der Bäderkunde / Bädermarkt / Einzugsgebiete eingeführt und sodann die ersten Anforderungen für ein Garchinger Bad festgezurrt. In einer weiteren Sitzung wurden aus diesen Anforderungen ein schon recht konkreter Vorschlag entwickelt, unter ständiger Abwägung von Vor- und Nachteilen der einzelnen Aspekte und unter Betrachtung der Investitions- und Betriebskosten.

Schnell stellte der Fachmann klar, dass ein Bad mit den gewünschten Anforderungen nicht, wie im Wahlkampf suggeriert, über ein Investorenmodell erstellbar ist. Denn Investoren bauen generell nur rentable Freizeitbäder mit Spaßbecken, Saunalandschaften und Gastronomie für ein großes Einzugsgebiet und ein entsprechendes großes Grundstück mit ausreichend Parkplätzen.
Den Garchinger Anforderungen mit Fokus auf Schwimmen lernen sowie Schulschwimmen genügt ein Investor mit so einem Angebot nicht.

Somit steht fest, dass Garching ein kommunales Bad errichten muss, das bei der vorliegenden Konzeption erfahrungsgemäß ca. 10 -13 Mio.€ Baukosten bedeutet und mindestens einer halben Mio 000 € jährliches Betriebskostendefizit.
Diese Kosten sind auch der Grund dafür, warum man keinen Investor findet, der ja schließlich Geld verdienen und nicht zuschießen möchte und weshalb bis dato aufgrund der finanziell angespannten Situation, Garching kein Schwimmbad errichtet hat.
Wie geht es nun weiter?
Generell kann man hier nur noch einmal auf die von uns geforderte Roadmap Garching 2030 verweisen (siehe hierzu Artikel auf Seite xx), in die eine Investition dieser Höhe unbedingt eingearbeitet werden muss. Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung in seiner Junisitzung damit, die Kosten für die Umsetzung des Arbeitskreis-Ergebnisses zu konkretisieren sowie ein mögliches Finanzierungs- und Betreiberkonzept bis zum Herbst 2018 auszuarbeiten und auch gleich einen Zeitplan (wenn auch nur für das Schwimmbad) mitzuerstellen.

Ansonsten gibt es auch noch die Hoffnung auf eine Zusammenarbeit mit der TU München, in dem Fall auf eine finanzielle Beteiligung der TU, die jedoch auch eine Nutzung von Studenten und Personal der TU bedingt. Aus unserer Sicht wäre das ein schönes wünschenswertes Zusammenarbeitsmodell. Dazu muss der Bürgermeister Gespräche mit dem TUM-Präsidenten Hermann führen. Kommt es zu einer Zusammenarbeit müssen aber auch die Anforderungen seitens der TU in das oben vorgestellte Grobkonzept eingearbeitet werden.

Wir sind zuversichtlich, dass in Garching in naher Zukunft nicht nur im Garchinger See geschwommen werden kann.

Florian Baierl, Michaela Theis,
Stadträte

Die Kommunikationszone

Der nächste Schritt ist getan
In den Mai- und Juni-Sitzungen des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses beschäftigten sich Stadträte, Bürgermeister und Verwaltung ausgiebig mit den weiteren Schritten zur Entwicklung in der Kommunikationszone, einem Baugebiet mit ca. 30 ha Gesamtfläche und einer geplanten Bevölkerung von bis zu 3000 Bürgern.
Es wurden sämtliche Anregungen der Träger öffentlicher Belange, sowie von Bürgern und Privatpersonen behandelt und gewürdigt. Nun soll ein städtebaulicher Vertrag mit den jeweiligen Grundeigentümern endgültig unterzeichnet und anschließend der jetzige Stand nochmals öffentlich ausgelegt werden.
Viele Verbesserungen aus unserer Sicht konnten wir als Fraktion der Unabhängigen Garchinger im Verfahren einbringen. Auf Antrag unseres Stadtrats Florian Baierl kommt dem Schrannerweg als wichtiger Fuß- und Fahrradweg mit öffentlichem Grün und Baumbepflanzung nun eine größere Bedeutung zu. Ebenso konnten wir eine bessere Anordnung und höhere Anzahl von Einzelhäusern am südlichen Rand des Baugebiets, sowie Bereiche mit Satteldächern durchsetzen. Resultierend aus einem weiteren Antrag der Unabhängigen Garchinger wird es in dem neuen Baugebiet eine Quote für genossenschaftliche Wohnanlagen geben.
Bei den eingegangenen Anregungen war wiederum der Bereich Schrannerweg ein Schwerpunktthema. Das Areal mit Weg und öffentlichem Grün von insgesamt 11m Breite war bereits gesichert. Zuletzt ging es noch um die Häuser- und Gärtenanordnung nach dem öffentlichen Grün. Aufgrund unserer Intervention kamen wir schließlich zu einer Kompromisslösung. Die östlich des Schrannerwegs liegenden Häuserzeilen mit Westausrichtung erhielten vernünftige Gärten, die den Grünbereich im Kern des neuen Gebietes lediglich um zwei Meter reduzieren.
Wir sehen die Lösung insgesamt als gelungen an, sowohl für die Bestandsbebauung wie auch für die neuen Bauherren.
Es gab darüber hinaus grundlegende Kritik bezüglich der Baudichte, der Art der Erschließungsstraße, sowie der Geschwindigkeit der Bauentwicklung.
Beim Thema Baudichte kann man immer unterschiedlicher Meinung sein, jedoch sieht der Stadtrat hier keine Änderungsnotwendigkeit. Die Erschließung findet im Kernbereich über eine Ringstraße statt. Dies ergibt sich aus dem Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbes. Die Anwendung einer Ringstraße hat nach Meinung der Kritiker einen erhöhten Flächenbedarf. Wir sehen darin auch viele Vorteile, wie gleichmäßige Verkehrsverteilung und Ausweichmöglichkeit bei Verkehrsstörungen.
Manche Bürger sehen die Geschwindigkeit der Umsetzung der Bebauung als zu rasant an.
Tatsächlich ist die mögliche Entwicklung derzeit in zwei Hauptabschnitte vorgesehen. Frühestens wenn der erste Abschnitt bis zu 70% verbaut ist, kann mit dem zweiten begonnen werden. Die Teilflächen sind so gewählt, dass eine vernünftige Entwicklung inklusive der nötigen Erschließung stattfinden kann. Dadurch ist unserer Meinung nach ein gesundes und verträgliches Wachstum der Garchinger Bevölkerung gewährleistet.
Einige Garchinger sehen das Baugebiet als Bedrohung, gar als überdimensioniert an. Diese Ängste sind für mich unbegründet. Natürlich wird durch diese Entwicklung eine Belastung auf Garching zukommen. Man muss dieser aber positiv entgegentreten. Die Verwaltung, die Vereine und auch die Garchinger Bürger sind hier aufgefordert, sich um die neuen Bewohner des Gebietes zu kümmern, sie zu integrieren. Man sollte sich hier auch einmal in die Lage der Wohnungssuchenden versetzen. Es gilt auch deren Seite zu betrachten. Die größten Kritiker des Bebauungsplanes sind Bürger, die schon ein Eigenheim und somit ein gemachtes Nest besitzen.
Ja, die Bevölkerungszahl wird dadurch um ca. 3000 Personen erhöht, so wie es im Stadtentwicklungsprozess, der mit diversen Beteiligten u.a. mit vielen Bürgern vor gut 10 Jahren erarbeitet wurde, vorgesehen ist.
Wir sollten das Baugebiet als Chance betrachten. Um die Möglichkeit zu schaffen viele Garchinger, vor allem jüngere Mitbürger in Garching halten zu können, sei es als Mieter, als Anteilseigner einer Genossenschaft oder als Eigentümer. So werden diese nicht gezwungen Garching zu verlassen. Darüber hinaus wird sich für viele in Garching beschäftigte Bürger die Möglichkeit ergeben, arbeitsplatznah eine Wohnmöglichkeit, somit eine neue Heimat zu finden.
Selbstverständlich muss sich die Stadt auf die erhöhten Anforderungen hinsichtlich Infrastruktur, Schulen, Kindertagesstätten, etc. einstellen und meistern. (vgl. Roadmap Garching 2030)
Deshalb hat der Stadtrat hier die Initiative ergriffen und diese Planung mehrheitlich auf den Weg gebracht. Lassen Sie uns Garching gestalten und nicht schon vorher alles zerreden, wie es von der ein oder anderen Fraktion versucht wird.

Harald Grünwald,
Stadtrat

Roadmap 2030 – ein Masterplan für Garching

Wer sich auf eine Reise begibt, der braucht, damit er nicht vom Weg abkommt, eine Straßenkarte: eine Roadmap. Die Stadt Garching befindet sich auf einer Reise in die Zukunft, aber eine Roadmap dafür konnten Verwaltung und Bürgermeister bis heute nicht vorlegen, obwohl unsere Fraktion diese im Rahmen der diesjährigen Haushaltsberatungen eingefordert hatte.
In den nächsten Jahren muss die Stadt Garching viele Investitionsprojekte tätigen, die langfristig die Finanzen belasten werden. Einen Eindruck davon, wie viele das sind, liefert die folgende Aufzählung: Bereits in der Umsetzungsphase sind die Sanierung des Bürgerhauses, der Kinderhausbau „Untere Straßäcker“ und der Bürgerpark. In der Vorbereitungs- und Planungsphase befinden sich der Neubau des Feuerwehrhauses der FFW Garching, der Neubau einer fünfzügigen Grundschule Nord und eines Schwimmbads in der Kommunikationszone sowie die Unterbringung der VHS.
Zu den Investitionen, die in der näheren Zukunft angegangen werden müssen, zählen – der Neubau von weiteren Einrichtungen zur Kinderbetreuung, insbesondere weil ein Rechtsanspruch für die Betreuung von Schulkindern kommt,
– die Sanierung der Grundschule Ost und der Neubau einer Grundschule in Hochbrück
– der Neubau einer Realschule – der Bedarf dafür wird seitens des Landkreises im Norden gesehen
– Investitionen in die Energiewende Garching
– die Sanierung diverser städtischer Gebäude
– die Erweiterung und Verlagerung des Bauhofs
– Einrichtungen für Vereine
– sowie die Beteiligung an der Verlegung der Staatstraße 2350 im Bereich der Forschungseinrichtungen.
Um die oben genannten Herausforderungen sinnvoll zu planen und finanziell bewältigen zu können braucht die Verwaltung und der Stadtrat eine Roadmap Garching 2030. Die Projekte und Maßnahmen müssen richtig priorisiert werden. Wir müssen wissen, wann und mit welchem finanziellen Bedarf die zukünftigen Investitionen anstehen auf einem Zeitstrahl, der weit ins kommende Jahrzehnt reicht. Auch die Prognose der Einnahmesituation spielt bei der Planung der Investitionen eine große Rolle. Durch die Ansiedlung interessanter Unternehmen werden wir finanziellen Handlungsspielraum gewinnen. Andererseits ist noch nicht klar, welche finanziellen Belastungen durch den Austritt der Gemeinden Ismaning und Unterföhring aus dem Zweckverband des Werner-Heisenberg-Gymnasiums letztendlich auf uns zukommen. Uns ist bewusst, dass man nicht beliebig weit in die Zukunft schauen kann und die Unschärfe zunimmt, je weiter wir blicken. Aber es wäre falsch, die Augen zu verschließen.
Derzeitig begnügt sich die Stadt mit einer Vorausschau für die jeweils kommenden drei Jahre in den Haushaltsansätzen. Das reicht für eine prosperierende Stadt wie die unsere nicht mehr aus. Garching muss wissen, wie sich die Bevölkerung weiterentwickelt, und wann es sich welche Projekte und Investitionen leisten muss und kann.
Deshalb fordern wir weiterhin von der Verwaltung eine fortwährende Auswertung und Anpassung der Daten und die Roadmap Garching 2030 ein. So finden wir auch ans Ziel. Wir bleiben dran. Versprochen!

Michaela Theis,
1. Vorsitzende, Stadträtin
Florian Baierl,
Stadtrat

Drei neue Grundschulen für Garching: Lieber klotzen statt kleckern

Wie viele Schulen braucht Garching?
Klar ist: wenn eine Stadt wächst, dann müssen auch neue Schulen gebaut werden. Deshalb hat der Stadtrat in der Oktobersitzung 2016 den Neubau einer dreizügigen neuen „Grundschule Nord“ in der Kommunikationszone beschlossen. Dass das bei weitem nicht ausreicht wurde jetzt klar.
„Schockierend“ fand nicht nur der Bürgermeister den Bedarf an neuen Klassenräumen für Garching, den eine externe Beraterin (Frau Lehner, Schulrätin a.D.) vor dem Haupt- und Finanzausschuss prognostizierte. Das Ergebnis der sorgfältigen Datenanalyse ist in der Tat eine gewaltige Anforderung an die Stadt Garching: um den Bedarf bis zum Schuljahr 2022/23 abdecken zu können muss die neu geplante Grundschule Nord Platz für fünf bis sechs Parallelklassen pro Jahrgang statt wie beschlossen nur für drei bieten. Die Grundschule Ost soll am bisherigen Standort ein neues Gebäude bekommen und in Hochbrück soll ebenfalls eine neue Schule mit Platz für insgesamt 10 Klassen gebaut werden. Der eindringliche Rat der ehemaligen Schulrätin an die Stadträte lautete: „Bauen Sie keine Schule, die im ersten Jahr schon zu klein ist!“
In der Stadtratssitzung am 23. November wurde lange und ausführlich über das neue Schulentwicklungs-
konzept diskutiert. Es zeichnete sich ab, dass es wohl eine Mehrheit für einen fünfzügigen Neubau geben wird. Eine endgültige Entscheidung soll aber erst in der Dezembersitzung fallen. Vorher sollen Kostenschätzungen für verschiedene Varianten bei der Entscheidung helfen.
Die Fraktion der Unabhängigen Garchinger ist ebenfalls der Meinung, dass die neue Schule mindestens fünfzügig werden muss. Die ebenfalls diskutierte Variante zunächst nur vierzügig zu bauen und gegebenenfalls zu erweitern, halten wir für unsinnig.
Bereits jetzt reichen die Klassenräume in den vorhandenen Grundschulen nicht aus. Die Grundschule Ost muss während der Zeit des Neubaus in die neue Grundschule Nord ausweichen. Damit dies ohne einen Umzug in Container möglich ist, müssen dort mindestens fünf Klassenzimmer pro Jahrgang vorhanden sein.
Eine nachträgliche Erweiterung kostet mehr Geld und belastet die neue Schule außerdem über Jahre durch die Bauarbeiten. Darüberhinaus ist der Anteil der förderbaren Fläche bei einer fünfzügig gebauten Schule höher als bei einer vierzügigen Schule. Somit ist es für die Stadt günstiger gleich fünfzügig zu bauen. Klotzen ist billiger als kleckern!

Welche Art von Schulen braucht Garching?
Für Garching bieten die anstehenden Schulneubauten eine große Chance. Das Schulraum – Entwicklungskonzept, das in der November Sitzung des Stadtrates beschlossen wurde ist ein Lernhauskonzept mit vielen Ermöglichungsräumen für das Lernen und Leben in der Schule.
Damit die jungen Schüler und Schülerinnen auch bei höheren Schülerzahlen nicht in einem unübersichtlichen Schulhaus „untergehen“, sondern in einer geborgenen Umgebung lernen können, wird das Schulhaus in mehrere sogenannte Lernhäuser untergliedert, die in sich geschlossene Einheiten für jeweils ca. vier Klassen bilden. Die Kinder betreten „ihren“ Bereich durch eine vorgelagerte Garderobe. Die Klassenzimmer gruppieren sich daran anschließend um eine gemeinsam genutzte Mitte und werden durch Gruppenräume miteinander verbunden. Am Vormittag kann in den Räulichkeiten auf vielfältige Art gelernt werden. Am Nachmittag können die Kinder im Rahmen einer offenen Ganztagsbetreuung dort spielen, basteln und Hausaufgaben machen. Für die Ganztagsbetreuung werden im Schulhaus neben einer Mensa weitere eigene Räume entstehen, die die Expertin als „Wohnzimmer“ der Kinder bezeichnet.
Um eine bessere Vorstellung von diesem Konzept zu bekommen besichtigten einige Stadträte Ende November zwei neu gebaute Grundschulen: eine Grundschule im Münchner Westen mit Tagesheim und die erst in diesem Schuljahr eröffnete Volksschule in Pullach. Die Stadträte der Fraktion der Unabhängigen Garchinger überzeugte dabei vor allem das konsequent durchgezogene Lernhaus-Konzept der Pullacher Schule. Die Unabhängigen Garchinger werden sich dafür einsetzen, für unsere Schüler ein modernes, freundliches, geborgenes und zukunftsfähiges Schulhaus zu schaffen, das eine vielfältige Nutzung für verschiedene Lernformen und eine flexible, familienfreundliche Betreuung am Nachmittag ermöglicht.

Michaela Theis
Stadträtin

Vorstand der UG bestätigt

Im November gab es im Rahmen der Jahreshauptversammlung Neuwahlen des Vorstandes. Die Wahl wurde geheim abgehalten mit dem Ergebnis, dass die alte Vorstandschaft einstimmig wiedergewählt worden ist. Als Vorsitzende stellte sich Michaela Theis zur Wiederwahl und alle anwesenden Mitglieder schenkten ihr das Vertrauen.
Hinter ihr stehen als starkes Team Harald Grünwald, Peter Riedl, Jens Kolbe, Otto Sondermayer, Sarah Hicker, Leo Ehrecke und Franz Erath.

Tag der offenen Tür am TU Campus

Der jährliche Tag der offenen Tür im Forschungsgelände steht wieder an: 21.10.2017. Viele Institute und Forschungseinrichtungen zeigen interessierten Bürgern ihre Arbeiten und Forschungsergebnisse. Man sollte auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen, der einen oder anderen Einrichtung einen Besuch abzustatten.

Und wieder möchte ich auf die Reihe: „Was machen eigentlich unsere Nachbarn, die Forscher, in Garching?“ hinweisen: Am 12.11.2017 stellt Prof. Peter Gritzmann „Die diskrete Mathematik der Demokratie“ vor. Wie immer im Institute for Advanced Study der TUM um 11.00 Uhr.

Ein neues Stadtviertel

„Wann geht es denn endlich los mit der Kommunikationszone?“ lautet eine in Garching häufig gestellte Frage. Dahinter steht bei vielen das Interesse an einer Immobilie in dem neuen Wohngebiet, das die Lücke zwischen Garching und dem Campus der TU München im Norden schließen wird.
Seit dem städtebaulichen Wettbewerb im Jahr 2012 ist schon einige Zeit vergangen. Nachdem nun alle betroffenen Grundstückseigentümer eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet haben, hat das Projekt deutlich an Fahrt aufgenommen. Bei seinen Sitzungen im November 2016 und März 2017 sowie bei einer Klausurtagung im Januar 2017 setzte sich der Stadtrat intensiv und kritisch mit dem Siegerentwurf des Wettbewerbs auseinander. Schließlich sollen hier in sehr kurzer Zeit unter anderem eine Grundschule, Studentenwohnheime, Ladenflächen, Sportanlagen und vor allem 1250 Wohnungen und Häuser entstehen, die Platz für 2800 Menschen bieten. Um einerseits den Bewohnern des neuen Quartiers eine möglichst hohe und bezahlbare Lebensqualität zu bieten und andererseits einen sinnvollen Übergang zu den bestehenden Quartieren zu finden, gibt es einiges zu bedenken.
Die Fraktion der Unabhängigen Garchinger hat sich dazu mit vielen Ideen eingebracht und den Städteplanern des Münchener Büros „Keller/Damm/Roser“ so einige Hausaufgaben aufgegeben.
Auf einen Antrag des Fraktionsvorsitzenden der UG, Florian Baierl, ist es zurückzuführen, dass der Stadtrat in der Aprilsitzung letztendlich beschlossen hat, den Schrannerweg als wichtigen Rad- und Fußgängerweg in seiner Bedeutung durch eine großzügigen Grünstreifen mit Baumbepflanzung zu stärken und so einen harmonischen Übergang zur bestehenden Bebauung im Westen zu ermöglichen.
In einem weiteren Antrag vom Juni 2017 fordern die Unanbhängigen Garchinger die Stadt Garching dazu auf, eine Konzept für die Kommunikationszone zu entwickeln, das darauf abzielt, generationsübergreifende und genossenschaftliche Wohnprojekte zu fördern und barrierefreies und behindertengerechtes Bauen zu forcieren. Einerseits dient das dazu durch flexible Wohnformen, bezahlbaren Wohnraum für Familien zu schaffen, der sich den sich verändernden Lebensbedingungen anpassen kann. Andererseits können die älteren Mitbürger so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. Die UG fordern darüber hinaus, dass es in dem neuen Quartier eine Begegnungsstätte zur generationsübergreifenden Vernetzung der Bewohner geben soll, auch, um so nachbarschaftliche Unterstützungsstrukturen zu ermöglichen.
In der Sitzung am 23.03. hat der Stadtrat die Freigabe der Entwurfsplanung für das Verfahren zur Aufstellung des Bauleitplans erteilt und somit einen weiteren Schritt auf dem Weg zum neuen Wohngebiet getan.
Es ist anzunehmen, dass die Stadt ein hohes Interesse daran hat, dass es nun zügig vorangeht. Schließlich rechnet sie spätestens im Haushaltsjahr 2019 mit über 16 Millionen Euro Einnahmen aus Grundstücksverkäufen in der Kommunikationszone. Daher lautet meine vorsichtige Prognose, dass wohl eher 2020 die ersten Häuser in der Kommunikationszone (ent-)stehen werden.

Michaela Theis
Stadträtin

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