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Drei neue Grundschulen für Garching: Lieber klotzen statt kleckern

Wie viele Schulen braucht Garching?
Klar ist: wenn eine Stadt wächst, dann müssen auch neue Schulen gebaut werden. Deshalb hat der Stadtrat in der Oktobersitzung 2016 den Neubau einer dreizügigen neuen „Grundschule Nord“ in der Kommunikationszone beschlossen. Dass das bei weitem nicht ausreicht wurde jetzt klar.
„Schockierend“ fand nicht nur der Bürgermeister den Bedarf an neuen Klassenräumen für Garching, den eine externe Beraterin (Frau Lehner, Schulrätin a.D.) vor dem Haupt- und Finanzausschuss prognostizierte. Das Ergebnis der sorgfältigen Datenanalyse ist in der Tat eine gewaltige Anforderung an die Stadt Garching: um den Bedarf bis zum Schuljahr 2022/23 abdecken zu können muss die neu geplante Grundschule Nord Platz für fünf bis sechs Parallelklassen pro Jahrgang statt wie beschlossen nur für drei bieten. Die Grundschule Ost soll am bisherigen Standort ein neues Gebäude bekommen und in Hochbrück soll ebenfalls eine neue Schule mit Platz für insgesamt 10 Klassen gebaut werden. Der eindringliche Rat der ehemaligen Schulrätin an die Stadträte lautete: „Bauen Sie keine Schule, die im ersten Jahr schon zu klein ist!“
In der Stadtratssitzung am 23. November wurde lange und ausführlich über das neue Schulentwicklungs-
konzept diskutiert. Es zeichnete sich ab, dass es wohl eine Mehrheit für einen fünfzügigen Neubau geben wird. Eine endgültige Entscheidung soll aber erst in der Dezembersitzung fallen. Vorher sollen Kostenschätzungen für verschiedene Varianten bei der Entscheidung helfen.
Die Fraktion der Unabhängigen Garchinger ist ebenfalls der Meinung, dass die neue Schule mindestens fünfzügig werden muss. Die ebenfalls diskutierte Variante zunächst nur vierzügig zu bauen und gegebenenfalls zu erweitern, halten wir für unsinnig.
Bereits jetzt reichen die Klassenräume in den vorhandenen Grundschulen nicht aus. Die Grundschule Ost muss während der Zeit des Neubaus in die neue Grundschule Nord ausweichen. Damit dies ohne einen Umzug in Container möglich ist, müssen dort mindestens fünf Klassenzimmer pro Jahrgang vorhanden sein.
Eine nachträgliche Erweiterung kostet mehr Geld und belastet die neue Schule außerdem über Jahre durch die Bauarbeiten. Darüberhinaus ist der Anteil der förderbaren Fläche bei einer fünfzügig gebauten Schule höher als bei einer vierzügigen Schule. Somit ist es für die Stadt günstiger gleich fünfzügig zu bauen. Klotzen ist billiger als kleckern!

Welche Art von Schulen braucht Garching?
Für Garching bieten die anstehenden Schulneubauten eine große Chance. Das Schulraum – Entwicklungskonzept, das in der November Sitzung des Stadtrates beschlossen wurde ist ein Lernhauskonzept mit vielen Ermöglichungsräumen für das Lernen und Leben in der Schule.
Damit die jungen Schüler und Schülerinnen auch bei höheren Schülerzahlen nicht in einem unübersichtlichen Schulhaus „untergehen“, sondern in einer geborgenen Umgebung lernen können, wird das Schulhaus in mehrere sogenannte Lernhäuser untergliedert, die in sich geschlossene Einheiten für jeweils ca. vier Klassen bilden. Die Kinder betreten „ihren“ Bereich durch eine vorgelagerte Garderobe. Die Klassenzimmer gruppieren sich daran anschließend um eine gemeinsam genutzte Mitte und werden durch Gruppenräume miteinander verbunden. Am Vormittag kann in den Räulichkeiten auf vielfältige Art gelernt werden. Am Nachmittag können die Kinder im Rahmen einer offenen Ganztagsbetreuung dort spielen, basteln und Hausaufgaben machen. Für die Ganztagsbetreuung werden im Schulhaus neben einer Mensa weitere eigene Räume entstehen, die die Expertin als „Wohnzimmer“ der Kinder bezeichnet.
Um eine bessere Vorstellung von diesem Konzept zu bekommen besichtigten einige Stadträte Ende November zwei neu gebaute Grundschulen: eine Grundschule im Münchner Westen mit Tagesheim und die erst in diesem Schuljahr eröffnete Volksschule in Pullach. Die Stadträte der Fraktion der Unabhängigen Garchinger überzeugte dabei vor allem das konsequent durchgezogene Lernhaus-Konzept der Pullacher Schule. Die Unabhängigen Garchinger werden sich dafür einsetzen, für unsere Schüler ein modernes, freundliches, geborgenes und zukunftsfähiges Schulhaus zu schaffen, das eine vielfältige Nutzung für verschiedene Lernformen und eine flexible, familienfreundliche Betreuung am Nachmittag ermöglicht.

Michaela Theis
Stadträtin

Vorstand der UG bestätigt

Im November gab es im Rahmen der Jahreshauptversammlung Neuwahlen des Vorstandes. Die Wahl wurde geheim abgehalten mit dem Ergebnis, dass die alte Vorstandschaft einstimmig wiedergewählt worden ist. Als Vorsitzende stellte sich Michaela Theis zur Wiederwahl und alle anwesenden Mitglieder schenkten ihr das Vertrauen.
Hinter ihr stehen als starkes Team Harald Grünwald, Peter Riedl, Jens Kolbe, Otto Sondermayer, Sarah Hicker, Leo Ehrecke und Franz Erath.

Tag der offenen Tür am TU Campus

Der jährliche Tag der offenen Tür im Forschungsgelände steht wieder an: 21.10.2017. Viele Institute und Forschungseinrichtungen zeigen interessierten Bürgern ihre Arbeiten und Forschungsergebnisse. Man sollte auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen, der einen oder anderen Einrichtung einen Besuch abzustatten.

Und wieder möchte ich auf die Reihe: „Was machen eigentlich unsere Nachbarn, die Forscher, in Garching?“ hinweisen: Am 12.11.2017 stellt Prof. Peter Gritzmann „Die diskrete Mathematik der Demokratie“ vor. Wie immer im Institute for Advanced Study der TUM um 11.00 Uhr.

Ein neues Stadtviertel

„Wann geht es denn endlich los mit der Kommunikationszone?“ lautet eine in Garching häufig gestellte Frage. Dahinter steht bei vielen das Interesse an einer Immobilie in dem neuen Wohngebiet, das die Lücke zwischen Garching und dem Campus der TU München im Norden schließen wird.
Seit dem städtebaulichen Wettbewerb im Jahr 2012 ist schon einige Zeit vergangen. Nachdem nun alle betroffenen Grundstückseigentümer eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet haben, hat das Projekt deutlich an Fahrt aufgenommen. Bei seinen Sitzungen im November 2016 und März 2017 sowie bei einer Klausurtagung im Januar 2017 setzte sich der Stadtrat intensiv und kritisch mit dem Siegerentwurf des Wettbewerbs auseinander. Schließlich sollen hier in sehr kurzer Zeit unter anderem eine Grundschule, Studentenwohnheime, Ladenflächen, Sportanlagen und vor allem 1250 Wohnungen und Häuser entstehen, die Platz für 2800 Menschen bieten. Um einerseits den Bewohnern des neuen Quartiers eine möglichst hohe und bezahlbare Lebensqualität zu bieten und andererseits einen sinnvollen Übergang zu den bestehenden Quartieren zu finden, gibt es einiges zu bedenken.
Die Fraktion der Unabhängigen Garchinger hat sich dazu mit vielen Ideen eingebracht und den Städteplanern des Münchener Büros „Keller/Damm/Roser“ so einige Hausaufgaben aufgegeben.
Auf einen Antrag des Fraktionsvorsitzenden der UG, Florian Baierl, ist es zurückzuführen, dass der Stadtrat in der Aprilsitzung letztendlich beschlossen hat, den Schrannerweg als wichtigen Rad- und Fußgängerweg in seiner Bedeutung durch eine großzügigen Grünstreifen mit Baumbepflanzung zu stärken und so einen harmonischen Übergang zur bestehenden Bebauung im Westen zu ermöglichen.
In einem weiteren Antrag vom Juni 2017 fordern die Unanbhängigen Garchinger die Stadt Garching dazu auf, eine Konzept für die Kommunikationszone zu entwickeln, das darauf abzielt, generationsübergreifende und genossenschaftliche Wohnprojekte zu fördern und barrierefreies und behindertengerechtes Bauen zu forcieren. Einerseits dient das dazu durch flexible Wohnformen, bezahlbaren Wohnraum für Familien zu schaffen, der sich den sich verändernden Lebensbedingungen anpassen kann. Andererseits können die älteren Mitbürger so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. Die UG fordern darüber hinaus, dass es in dem neuen Quartier eine Begegnungsstätte zur generationsübergreifenden Vernetzung der Bewohner geben soll, auch, um so nachbarschaftliche Unterstützungsstrukturen zu ermöglichen.
In der Sitzung am 23.03. hat der Stadtrat die Freigabe der Entwurfsplanung für das Verfahren zur Aufstellung des Bauleitplans erteilt und somit einen weiteren Schritt auf dem Weg zum neuen Wohngebiet getan.
Es ist anzunehmen, dass die Stadt ein hohes Interesse daran hat, dass es nun zügig vorangeht. Schließlich rechnet sie spätestens im Haushaltsjahr 2019 mit über 16 Millionen Euro Einnahmen aus Grundstücksverkäufen in der Kommunikationszone. Daher lautet meine vorsichtige Prognose, dass wohl eher 2020 die ersten Häuser in der Kommunikationszone (ent-)stehen werden.

Michaela Theis
Stadträtin

Radlautobahn: Radschnellweg München – Garching

Radfahren ohne Gefährdung durch Autofahrer, kreuzungsfreies Erreichen des Zieles und noch dazu eine Einsparung schädlicher Emissionen. Das wäre das Ziel einer Radschnellwegeverbindung zwischen Ballungszentren und Kommunen. Eine Vision, die es umzusetzen gilt oder wenigstens einmal in voller Konsequenz zu planen und ALLE beteiligten Parteien dazu ins Boot zu holen. Und mit Parteien sind hier nicht die politischen gemeint.
Ein solches Pilotprojekt soll jetzt als erste Radlautobahn Bayerns in München entstehen. Eventuell von der Neuherbergstraße bis nach Unterschleißheim, mit Abzweig zum Forschungscampus (quer durch das Industriegebiet Hochbrück) für schlappe 34 Mio. Euro.

Der Gedanke an sich scheint auf den ersten Blick recht gut zu sein. Alle oben genannten Argumente wurden hier berücksichtigt. Am Ziel schießt man aber hier vorbei. Das hier in Zukunft täglich bis zu 5400 Radfahrer unterwegs sein werden ist soweit in der Zukunft, wenn nicht sogar unrealistisch. Das der Radschnellweg ein Schnellweg sein soll mindert die Auslastung durch die Radfahrer um ein Weiteres.
Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 30 km/h soll auf einem solchen Schnellweg gefahren werden. Das schafft kein normal, im Büro tätiger Angestellter oder Arbeiter auf dem Weg zur Arbeit. Elektrofahrräder werden bekanntlich bis 25km/h durch den E-Motor unterstützt und die Art von E-Bikes, die schneller fahren, brauchen ein Nummernschild und sind somit nicht für eine Radwegeverbindung zugelassen. Die dazugehörige Infrastruktur müsste auch mit den Nutznießern eines solchen Prestigeprojekts errichtet werden. An den jeweiligen Zielpunkten müssen die Firmen den Mitarbeitern auch Gelegenheit zum Duschen geben. Denn wer will schon verschwitzt an einem Meeting im Campus teilnehmen, wenn er vorher von seinem Doktorandenplatz oder Praktikumsplatz bei BMW startet.
Dass man die Radschnellwege immer parallel zu einer Bundesstraße führen muss halte ich ebenfalls für eine unzumutbare Regelung. Dies ist nämlich eine Voraussetzung damit das Land Bayern die Baumaßnahme unterstützt. Man will als Radfahrer doch nicht als Feinstaubfilter fungieren.
34 Mio. Euro könnten sinnvoller eingesetzt werden und das gleiche Ziel erreichen.
– Ein zeitgemäßer Ausbau des bestehenden Radwegenetzes.
– Eine grundlegende Sanierung der Radwege inklusive einer Beleuchtung, die diese Bezeichnung auch verdient.
– Errichten von Radstellplätzen mit Ladeplätzen für E-Bikes. Einhergehen muss dazu auch eine Radstellplatzsatzung für alle Firmen im Landkreis München und ein Einwirken der Politik auf die Firmen, ein solches Fahrradkonzept durch Infrastrukturelle Maßnahmen zu unterstützen.

Harald Grünwald
Stadtrat

Benefizaktion am Christkindlmarkt voller Erfolg!

Beim Städtischen Christkindlmarkt haben sich auch dieses Jahr die Garchinger
Stadtratsparteien zusammen getan, um gemeinsam eine Benefizaktion durchzuführen.
Unterstützung erhielten sie von der Rektorin der Mittelschule Garching Tatjana Pringsheim,
die sich von dem guten Zweck und dem Gemeinschaftsgeist begeistert zeigte. Sie bot an, auch
nächstes Jahr wieder die Schulküche zur Verfügung zu stellen. Dieses Jahr kochten die
Parteivertreter zusammen mit einigen Schülern und ihrer Lehrerin Lisa Sigmund einen
Pichlsteiner Eintopf. Viele Christkindlmarkt-Besucher ließen ihn sich nach dem Motto „Essen
und Gutes tun“ am gemeinsamen Stand der Parteien schmecken. Weil aus den Parteien der
Erlös aus dem Christkindlmarktverkauf noch großzügig aufgerundet wurde, kam eine
Gesamtsumme von 1000 Euro zustande, die am Freitag den Vertreterinnen des Garchinger
Tischs übergeben werden konnte.
Stadträte und Parteivertreter, Rektorin Tatjana Pringsheim, die Verantwortlichen für den
Garchinger Tisch Leonie Zellmer und Ruzica Blazevic und die ehrenamtlichen Helferinnen
und Helfer freuten sich gemeinsam über die gelungene Aktion.

Michaela Theis ersetzt Peter Riedl im Stadtrat

Peter Riedl, der Begründer der Unabhängigen Garchinger, zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück. Damit endet sein Stadtratsmandat am 31.10.2016. Peter ist der dienstälteste Stadtrat; von 1978 bis 1990 im Gemeinderat, damals noch in der SPD, mit der er sich überwarf, austrat und daraufhin die Unabhängigen Garchinger gründete. 1996 kandidierte er für die UaG als Bürgermeisterkandidat und konnte aus dem Stand 30 % der Stimmen für sich einsammeln. Seit dem sitzt er im Stadtrat, von 2008 bis 2014 war er auch 2. Bürgermeister – ein erfülltes Kommunalpolitikerleben! Nachdem er inzwischen auch seine berufliche Tätigkeit als Direktor einer Ingolstädter Realschule im Sommer beendet hatte, kann er seine nun reichliche Freizeit in vollen Zügen genießen, wozu wir ihm alle sehr herzlich gratulieren und wünschen ihm und seiner Cornelia für seinen nächsten Lebensweg alles Gute und Gottes Hilfe.

Peters Nachfolgerin im Stadtrat wird unsere Vorsitzende Michaela Theis. Michaela ist zwar erst 2013 zu den UaG gestoßen, konnte aber bei der Stadtratswahl 2014 den sehr guten 4. Platz auf unserer Liste erreichen. Ihr Startplatz war die Nr. 15! Sie ist Diplom-Mathematikerin am Garchinger Gymnasium und wird wohl in der Novembersitzung des Stadtrates als neue Stadträtin vereidigt werden. Wir wünschen ihr für ihre neue Aufgabe viel Erfolg, Ausdauer und Geschick im neuen Amt!

Kommentar zum Bürgerbegehren der Grünen

Zwei Gründe, warum ich das Bürgerbegehren der Grünen für Unsinn halte

Mit großem Aufwand versuchen die Grünen derzeit einen Bürgerentscheid mit dem Ziel herbeizuführen, die Durchfahrt für den Lieferverkehr vom Helmut-Karl-Platz zur Telchowstraße für größere LKW zu verhindern.

Das Bürgerbegehren ist sinnlos, denn der Bürgerentscheid wird voraussichtlich gar nicht zugelassen werden können. Im Bebauungsplan für die Garchinger Fußgängerzone ist das Recht auf Anlieferung für die Gewerbetreibenden garantiert. Solche dinglichen Rechte können auch durch eine Änderung des Bebauungsplans den Eigentümern nicht einfach im Nachhinein weggenommen werden. Das wäre genauso, als würde man Hauseigentümern das Recht nehmen über die öffentliche Straße in ihre Garage zu fahren.
Zweitens wollen nicht nur die Unabhängigen Garchinger wieder eine lebendige Ortsmitte. Dafür brauchen wir mehr Gewerbetreibende in der Stadtmitte. Der jahrelange Leerstand der ehemaligen Schleckerfiliale ist ein Schandfleck.
Wenn sich wieder mehr Geschäfte ansiedeln sollen, müssen die Gewerbetreibenden auch mit Waren beliefert werden können. Die heute für die Anlieferung üblichen Lastkraftwagen dürfen nur dann rückwärts fahren, wenn ein zweiter Fahrer dabei ist. Normalerweise ist aber nur ein Fahrer an Bord.
Das heißt, die ehemalige Schleckerfiliale zum Beispiel kann nur dann beliefert werden, wenn die Durchfahrt des Lieferverkehres – wie bisher auch – nur für Berechtigte und nur zu bestimmten Zeiten morgens und abends erlaubt ist.
Die Grünen wollen nur die Durchfahrt verhindern, nicht aber die Anfahrt. Wenn der LKW nach dem Beliefern also wieder rückwärts fährt, wäre das für sie in Ordnung, obwohl das Risiko für die Fußgänger ungleich höher ist. Das ist völlig unsinnig!

Ich halte daher den Vorschlag der Eigentümer, die auf eigene Kosten versenkbare Polder installieren wollen, die die Durchfahrt regeln, für sehr sinnvoll. Solange die Vergabe der Steuerchips für die Polder nur durch die Stadt und nur an Berechtige erfolgt, besteht keine Gefahr, dass das urbane Flair am Helmut-Karl-Platz ernsthaft gestört wird. Im Gegenteil, wenn wir in Garching nicht nur die ehemalige Schleckerfiliale sondern auch andere Läden wieder voll bekommen wollen, wenn wir nicht nur eine Wohnstadt mit U-Bahn-Anschluss an München werden wollen, brauchen wir genau solche pragmatischen Lösungen.

Zweiter Bürgermeister, 64 Jahre, Realschuldirektor, verheiratet, 3 Kinder, 6 Enkel Mein Motto: Handeln statt versprechen 1978 – 1990 Gemeinderat (SPD) Seit 1996 Stadtrat und Fraktionschef der Unabhängigen Garchinger zweiter Bürgermeister seit 2008 Mitglied im Heimatverein, Siedlerbund, Wanderverein, FFW Verein Garching Mitglied bei der Selbsthilfe Körperbehinderter

Die Dynamik geht ab

Die Zeiten sind ruhiger geworden im Stadtrat. Das liegt nicht daran, dass die Beratungen in dieser Wahlperiode zielgerichtet wären. Eher liegt es an den schon fast regelmäßig wiederkehrenden Debatten gleichen Inhaltes.

Stillstand wegen der Partner
Ein Beispiel ist eine Bauvoranfrage für einen Vierspänner in der Wasserturmsiedlung an der Ortsdurchfahrt im November 2014. Der Bauausschuss stimmte ihr ohne Einschränkung und ohne Gegenstimme zu, vielleicht, weil viele den Antragsteller kannten.
Doch die Zeiten ändern sich. Der ortsansässige Makler hatte von den Eigentümern nicht den Zuschlag für den Verkauf bekommen. Schon im März 2015 gab es dann die ersten Schwierigkeiten. Der Bauwerber rückte den Baukörper zu Recht etwas nach Osten, damit sich die diskutierte Enge der Stellplätz im Westen etwas entspannte.

Dubiose Beweggründe
Eine Bauvoranfrage ist objektbezogen. Selbst ein Zurückziehen des Antrages nach der einstimmigen (!) Entscheidung kann daran nichts ändern. Die in sich stimmige Verwaltungsvorlage fand wegen einer Pattsituation keine Mehrheit. Im Oktober 2015 wies das Landratsamt auf die Zulässigkeit des Vorhabens nachdrücklich hin. Der Ausschuss wollte sich aber keine Vorschriften machen lassen – also Patt und damit Ablehnung. Im April 2016 schließlich lehnte der Ausschuss das Bauvorhaben mit knapper Mehrheit ab, obwohl die gleichen Ratsmitglieder der Bauvoranfrage zugestimmt hatten, und obwohl sie in der gleichen Siedlung eine höhere Baudichte zugelassen hatten.
Möglicherweise hätte der erste Bürgermeister überzeugender argumentieren müssen, denn die Verwaltung hatte das Ihrige geleistet. Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein normales Bauvorhaben mit einer Nachverdichtung eineinhalb Jahre vor sich hin dümpelt.

Fehlende Führung
Es geht noch besser. Nach der Standortentscheidung für ein neues Kinderhaus im Gebiet Untere Straßäcker im September 2014 haben sich Planungsausschuss und Stadtrat insgesamt 13-mal damit auseinandergesetzt. Ein solches Projekt entwickelt sich. Die Bauverwaltung hatte die Vorgaben oder sogar Stimmungslagen der Räte immer wieder in die Vorlagen eingearbeitet. Dennoch fanden regelmäßig einige Stadträte daran irgendetwas auszusetzen. Das ging soweit, dass sich der Ausschuss über einen Stadtratsbeschluss hinwegsetzen wollte. Erst der Hinweis der Unabhängigen auf die Beschlusslage veranlasste den Bürgermeister, die Sitzung stringent zu leiten.

Preis für die Wahl?
Die beschriebenen Probleme sind hausgemacht. Das Verhalten der neuen Bündnispartner erlauben zwei Schlussfolgerungen.
Es kann sein, dass der erste Bürgermeister seine Vorhaben mit seinen Stellvertretern nicht abspricht, oder diese ihn andernfalls im Unklaren lassen, was ihre Fraktionen zu tun gedenken. Andererseits könnte es auch so sein, dass er nur ihre Unterstützung brauchte, um das Bürgermeisteramt zu erringen. Der Lohn waren zwei Bürgermeistersposten. Dann hat er keine Zusammenarbeit angestrebt. Diese wäre umso nötiger, weil er nicht führt oder nicht führen kann.
Von 2008 bis 2014 gab es eine verlässliche Zusammenarbeit von Seiten der Unabhängigen Garchinger, und mit der CSU nur mit der Fraktion. Dadurch entstand ein effizientes Arbeiten im Stadtrat, wie 2010 die Fraktionssprecher unisono über den zweiten Bürgermeister verlauten ließen. Sie hätten ja sonst diesbezüglich auch nichts sagen müssen.

Einigkeit beim Brunnendenkmal
Natürlich gehr es anders, wenn es um Denkmäler wie den Brunnen am Rathausplatz geht. Dafür brauchte es keine sich endlos wiederholenden Debatten, weil offensichtlich die beiden Bündnispartner Grüne und BfG die Notwendigkeit eines Denkmals für den ersten Bürgermeister eingesehen hatten. Sie zogen daher bei der Entscheidung widerspruchslos mit. Dafür war das Resultat zunächst nur kümmerlich.

21 Jahre Unabhängige Garchinger

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung am 2. November im Restaurant „Mei
Wirtshaus“ in Hochbrück wurde ein ganz besonderer Geburtstag gefeiert: 21 Jahre
Unabhängige Garchinger.
Bei einem leckeren Abendessen ließ Peter Riedl auf unterhaltsame Art die Geschichte
und Erfolge der unabhängigen Garchinger Revue passieren.
Viele der Anwesenden erinnerten sich dabei an manch aufregende Begebenheit aus
der spannenden Anfangszeit.
Für ihre Unterstützung und ihr Engagement wurden die langjährigen Mitglieder von
der ersten Vorsitzenden Michaela Theis und dem Initiator der Unabhängigen
Garchinger, Peter Riedl, mit einer Urkunde geehrt.

Für 20 Jahre Mitgliedschaft:
(Walter Baier,) Florian Baierl, Paul Baierl, (Matthias Dietrich,) Harald Grünwald,
Catherine Grünwald, Marina Herchet, Katharina Hicker, (Johann Kastenmüller,
Walter Neugeborn, Eva-Maria Riemann und Johann Schweiger).

Für 21 Jahre Mitgliedschaft:
Brigitte Hicker, Regina Jourdan, Peter Riedl (und Eberhard Schütz).

In ihren Glückwünschen an das 21jährige Geburtstagskind formulierte die erste
Vorsitzende, dass man in diesem Alter voller Energie und neuer Ideen steckt und
offen für Neues ist. Diese Energien und Ideen wollen wir nutzen um auch in Zukunft
die Garchinger Stadtpolitik aktiv mitzubestimmen und dem, was Neues auf uns
zukommt, mit Tatkraft zu begegnen.

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