Roadmap 2030 – ein Masterplan für Garching

Wer sich auf eine Reise begibt, der braucht, damit er nicht vom Weg abkommt, eine Straßenkarte: eine Roadmap. Die Stadt Garching befindet sich auf einer Reise in die Zukunft, aber eine Roadmap dafür konnten Verwaltung und Bürgermeister bis heute nicht vorlegen, obwohl unsere Fraktion diese im Rahmen der diesjährigen Haushaltsberatungen eingefordert hatte.
In den nächsten Jahren muss die Stadt Garching viele Investitionsprojekte tätigen, die langfristig die Finanzen belasten werden. Einen Eindruck davon, wie viele das sind, liefert die folgende Aufzählung: Bereits in der Umsetzungsphase sind die Sanierung des Bürgerhauses, der Kinderhausbau „Untere Straßäcker“ und der Bürgerpark. In der Vorbereitungs- und Planungsphase befinden sich der Neubau des Feuerwehrhauses der FFW Garching, der Neubau einer fünfzügigen Grundschule Nord und eines Schwimmbads in der Kommunikationszone sowie die Unterbringung der VHS.
Zu den Investitionen, die in der näheren Zukunft angegangen werden müssen, zählen – der Neubau von weiteren Einrichtungen zur Kinderbetreuung, insbesondere weil ein Rechtsanspruch für die Betreuung von Schulkindern kommt,
– die Sanierung der Grundschule Ost und der Neubau einer Grundschule in Hochbrück
– der Neubau einer Realschule – der Bedarf dafür wird seitens des Landkreises im Norden gesehen
– Investitionen in die Energiewende Garching
– die Sanierung diverser städtischer Gebäude
– die Erweiterung und Verlagerung des Bauhofs
– Einrichtungen für Vereine
– sowie die Beteiligung an der Verlegung der Staatstraße 2350 im Bereich der Forschungseinrichtungen.
Um die oben genannten Herausforderungen sinnvoll zu planen und finanziell bewältigen zu können braucht die Verwaltung und der Stadtrat eine Roadmap Garching 2030. Die Projekte und Maßnahmen müssen richtig priorisiert werden. Wir müssen wissen, wann und mit welchem finanziellen Bedarf die zukünftigen Investitionen anstehen auf einem Zeitstrahl, der weit ins kommende Jahrzehnt reicht. Auch die Prognose der Einnahmesituation spielt bei der Planung der Investitionen eine große Rolle. Durch die Ansiedlung interessanter Unternehmen werden wir finanziellen Handlungsspielraum gewinnen. Andererseits ist noch nicht klar, welche finanziellen Belastungen durch den Austritt der Gemeinden Ismaning und Unterföhring aus dem Zweckverband des Werner-Heisenberg-Gymnasiums letztendlich auf uns zukommen. Uns ist bewusst, dass man nicht beliebig weit in die Zukunft schauen kann und die Unschärfe zunimmt, je weiter wir blicken. Aber es wäre falsch, die Augen zu verschließen.
Derzeitig begnügt sich die Stadt mit einer Vorausschau für die jeweils kommenden drei Jahre in den Haushaltsansätzen. Das reicht für eine prosperierende Stadt wie die unsere nicht mehr aus. Garching muss wissen, wie sich die Bevölkerung weiterentwickelt, und wann es sich welche Projekte und Investitionen leisten muss und kann.
Deshalb fordern wir weiterhin von der Verwaltung eine fortwährende Auswertung und Anpassung der Daten und die Roadmap Garching 2030 ein. So finden wir auch ans Ziel. Wir bleiben dran. Versprochen!

Michaela Theis,
1. Vorsitzende, Stadträtin
Florian Baierl,
Stadtrat

Posted in Allgemein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.